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Ich freue mich, Ihnen im Namen der Schweizerischen Chorvereinigung eine kurze Grussbotschaft überbringen zu dürfen. Die folgenden 5 Minuten möchte ich einteilen in: eine Einleitung, einen Hauptteil, eine Ungeheuerlichkeit, eine Entschuldigung und einen Ausblick.
1. Einleitung
Musik bewegt uns, begleitet uns durch Höhen und Tiefen unseres Lebens. Weshalb ist dies eigentlich so? Ein kurzer Erklärungsversuch:
Musik entsteht in unserem Herzen.
Sie äussert sich durch unsere Stimme oder durch ein Instrument.
Und die Musik erreicht uns wieder, wir hören sie, fühlen sie.
Und sie bewegt uns.
Die Ansprüche, die aus dieser einfachen Gleichung entstehen, sind jedoch äusserst unterschiedlich und vielfältig. Um die Sparten des Schweizer Musikrats für die Aufzählung herbeizuziehen, sind es die Themen: Laien / Profis / Bildung / Musikwirtschaft / Musikwissenschaft.
Am Beispiel der Laien: In unserer heutigen Multioptionsgesellschaft ist es in vielen Gemeinden schwierig, Vereine (Musikgesellschaften oder Chöre) aufrechtzuerhalten, obwohl sie früher wie heute eine wichtige soziale Funktion erfüllen.
Vielfältige Ansprüche – am Beispiel der Profis:
Auch in einem wohlhabenden Land wie der Schweiz gelingt es vielfach nicht, professionellen Musikerinnen und Musikern und generell Kulturschaffenden gesicherte finanzielle Verhältnisse zur Verfügung zu stellen. Dies obwohl wir in Sonntagsansprachen stets die Kultur anpreisen.
Kulturelle Vielfalt – ein Mehrwert
Und die Vielfalt der Ansprüche? Eine echte Herausforderung!
2. Hauptteil
Mesdames, Messieurs.
Voici 50 ans que le Conseil Suisse de la Musique défend nos intérêts, 50 ans qu’il crée des liens entre les diverses associations musicales et les diverses régions, 50 ans qu’il jette des ponts entre la Suisse et les mouvements musicaux internationaux. Autrefois, l’on était considéré comme un vieillard lorsque l’on passait le cap des 50 ans. Aujourd’hui, 50 ans, c’est la fleur de l’âge, le temps des projets, la possibilité d’aller de l’avant. Je me fais le porte-parole de l’Union Suisse des Chorales afin de souhaiter nos meilleurs vœux et nos félicitations au Conseil Suisse de la Musique. Puisse-t-il encore longtemps continuer à œuvrer pour le bien de la communauté musicale. Joyeux anniversaire!
3. Eine Ungeheuerlichkeit
Meine Damen und Herren, erlauben Sie mir eine Frage:
Ist die Organisationslandschaft im Musikbereich – wenn wir die verschiedenen Stufen betrachten – überstrukturiert? Vielleicht überreguliert?
Stossen Miliz-Organisationen, die zwar häufig föderalistische Vorteile haben, nicht allzu häufig an ihre Grenzen? Könnte man – im Hinblick auf die genannten Ansprüche – hie und da von Überforderung sprechen?
Gemäss meiner Auffassung: Ja!
4. Entschuldigung
Ich möchte mich bei Ihnen in aller Form entschuldigen, wenn Sie sich persönlich in irgendeiner Form angegriffen fühlen sollten. Meine Frage der Überstrukturierung richtet sich keineswegs konkret gegen eine Organisation und nicht gegen das Engagement einzelner Personen. Und selbstverständlich lässt sich diese Frage nicht generalisieren.
5. Ausblick
Meine Damen und Herren, erlauben Sie mir zum Abschluss eine kleine persönliche Anekdote. Sie erinnern sich an die eingangs erwähnte Gleichung, wie Musik uns bewegt.
((Kurze Anekdote über das erste Vorspiel am Klavier meines 7-jährigen Patenkindes am letzten Dienstag. // Aufnahme via Handy einspielen))
Bestimmt haben Sie auch schon ähnliche Erfahrungen dank der Musik machen können. Prägende Erfahrungen! Prägend fürs Leben.
Meine Damen und Herren, Sie wissen wofür Sie sich engagieren.
Lieber Musikrat, ich wünsche dir Kraft, Mut und Ausdauer für die nächsten 50 Jahre